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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 459,00 € |
467,20 € |
-8,20 € |
-1,76 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006070006 |
607000 |
- € |
- € |
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HOCHTIEF kaufen 09.12.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Marc Gabriel, stuft die HOCHTIEF-Aktie (ISIN DE0006070006 / WKN 607000) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.
HOCHTIEF habe den geplanten Börsengang für die Tochter HOCHTIEF Concessions AG (HCO), die im Bereich der Konzessions- und Betreiberprojekte aktiv sei, einen Tag vor der geplanten Erstnotiz (04.12.2009) auf unbestimmte Zeit verschoben. Als Grund für den Abbruch des IPOs habe das Unternehmen das verschlechterte Kapitalmarktumfeld im Zuge der Dubai-Krise genannt.
Tatsächlich habe sich die Preisvorstellung der institutionellen Investoren eher am unteren Ende der Bookbuilding-Spanne von 24,00 EUR bis 29,00 EUR orientiert. HOCHTIEF habe jedoch in keinem Fall unter den eigenen Wertvorstellungen verkaufen wollen und habe sich dabei auch keinem besonderen Druck ausgesetzt gesehen, den Börsengang durchzudrücken. Mit dem HCO-Börsengang und einer entsprechenden Kapitalerhöhung habe HOCHTIEF angestrebt, einen Bruttoemissionserlös in der Größenordnung von 600 Mio. EUR zu erzielen. Der HOCHTIEF-Anteil sollte dabei mindestens bei 51% bestehen bleiben, so dass das mögliche Gesamtplatzierungsvolumen zwischen 882 Mio. EUR und 1.005 Mio. EUR liegen sollte.
HOCHTIEF habe den Nettovermögenswert von HCO zum 30.9.2009 mit 1,54 Mrd. EUR angegeben. Die Nettofinanzschulden seien im Börsenprospekt mit 781,9 Mio. EUR und die Minderheitenanteile im Eigenkapital mit 385,6 Mio. EUR ausgewiesen worden. HOCHTIEF habe den Eigenkapitalwert im Zulassungsprospekt mit 10,88 EUR je Aktie angegeben (543,8 Mio. EUR). Im Vergleich mit der Peer-Group der Flughafenbetreiber hätte das Kurs/Buchwert-Verhältnis nach dem Börsengang bei rund 1,7 auf 2010-er Basis gelegen, so dass ein Kursniveau von rund 26,00 EUR für die HCO-Aktie angemessen gewesen wäre. Der Abschlag auf diesen Fair-Value sei dennoch nicht genug gewesen, um entsprechende Euphorie bei den Investoren zu wecken.
Das Geschäftsmodell sei zudem für viele Investoren schwer nachvollziehbar, da die Beteiligungen wesentlich aus Minderheitsbeteiligungen bestünden und sich viele der Projekte noch nicht in der Reifephase (mit hohen Cash-flows) befinden würden. Um die höheren Fair-Values der Beteiligungen zu dokumentieren, habe HOCHTIEF in der Vergangenheit auch Teilverkäufe (Mautstraße in Chile) vorgenommen.
Die Absage des IPOs spiegele das Trauerspiel um den deutschen IPO-Markt wider. HOCHTIEF Concessions hätte der Auftakt einer Belebung des deutschen Emissionsmarktes darstellen können. Dabei habe der Kapitalmarkt in dem Krisenjahr 2009 umfangreiche Kapitalerhöhungen platzieren können.
Dass HOCHTIEF sich zur Verschiebung des Börsengangs entschieden habe, dürfte zwar kurzfristig das Sentiment für die HOCHTIEF-Aktie belasten, jedoch bleibe unbestritten, dass HOCHTIEF in der Summe aller Einzelteile weiterhin deutlich mehr Wert sei, als es der aktuelle Aktienkurs widerspiegele.
Alleine der Leighton-Anteil sei derzeit mit 53,70 EUR je HOCHTIEF-Aktie mehr wert als der Börsenkurs der HOCHTIEF-Aktie mit 51,60 EUR. Und selbst wenn die Analysten HCO weiterhin mit 1,5 Mrd. EUR bewerten würden, würden sie ein faires Kursniveau für die HOCHTIEF Aktie von 62,00 EUR aus der Sum-of-the-parts-Analyse ermitteln, die sie zu 50% zur Kurszielbestimmung zugrunde legen würden. Der Median ihres Peer-Group-Vergleichs liege aktuell bei 66,00 EUR. Der Mittelwert beider Analyseverfahren liege bei 64,00 EUR.
Daher bestätigen die Analysten vom Bankhaus Lampe ihre Kaufempfehlung für die HOCHTIEF-Aktie mit einem unveränderten Kursziel von 64,00 EUR. (Analyse vom 09.12.2009) (09.12.2009/ac/a/d)
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